Hallo Benny,

ich habe gerade wieder ein Bild fertig gezeichnet, und natürlich gibt es wie immer den Drang es vorzuzeigen.

Ich mag am liebsten die weißen Gummibärchen.
Wenn ich jetzt auf jemanden treffe, der auch am liebsten die Weißcn mag, dann freut mich die Gemeinsamkeit und dass er mir die Hälfte wegfrisst, damit kann ich gut leben (die Freude über die Gemeinsamkeit ist größer)..
Wenn dagegen jemand lieber die Roten mag, dann freut es mich, dass ich die Weißen für mich alleine habe und ich mache mich über seinen Geschmack lustig. Natürlich lebe ich auch locker damit, dass er es nicht nachvollziehen kann, wie man weiße Gummibärchen mögen kann.
Dann gibt es noch den Problemfall, der nicht weiß welche Sorte ihm schmeckt. Er legt sich irgendwann aus nicht nachvollziehbaren, völlig hirnrissingen Gründen auf eine Farbe fest. Weil er naturgemäß mit seiner Festlegung sehr unsicher ist, empfindet er jeden, der eine andere Farbe mag, als Provokation. Er versucht die anderen Farben zu verbieten.

Transfer: Ich bin Christ, und wenn ich auf einen Gleichgesinnten treffe, dann freut es mich. Und weil der Herrgott unendlich viele Gummibärchen hat, brauche ich nicht mal besorgt zu sein, dass er mir was wegfrisst.

Problematisch sind die Kleingläubigen, die sich ihrer Religion oder Ideologie nicht sicher sind, sie werden zu den eifrigsten Missionaren. Umgekehrt kann man auch sagen, je idiotischer die Religion oder Ideologie, umso stärker entsteht ein Totalitaritätseffekt (wie der Adolf schon mal gezeigt hat).

Gruß Bernd.

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